Behördliche Namensänderung

Allgemeine Informationen

Grundsätzlich beurteilt sich der Name einer Person nach den privatrechtlichen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches. Bei familienrechtlichen Vorgängen wie z.B. Geburt, Eheschließung, Eheauflösung oder Adoption ist das Namensrecht des bürgerlichen Rechts umfassend geregelt. Mit diesen Regelungen sollen nach dem Willen des Gesetzgebers im Grundsatz alle namensrechtlichen Fragen abschließend geregelt sein.

Die behördliche Namensänderung hat daher Ausnahmecharakter. Vor- und Familiennamen stehen nicht zur freien Disposition des Namensträgers. Der Gesetzgeber hat hohe Hürden an eine Namensänderung gelegt. Nach geltendem Recht darf ein Vor- oder Familienname geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt.

Ob die für Sie relevanten Gründe auch „wichtige Gründe“ im Sinne des Namensänderungsgesetzes darstellen, sollten  vor einer förmlichen Antragstellung in einem persönlichen Beratungsgespräch geklärt werden.

An wen muss ich mich wenden?

Wenn Sie in Northeim wohnen, wenden Sie sich bitte an das Bürgerbüro. Bürgerinnen und Bürger aus Einbeck finden im dortigen Standesamt Unterstützung. Die übrigen Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Northeim müssen sich an die Kreisverwaltung in Northeim wenden.

Welche Gebühren fallen an?

Die behördliche Namensänderung ist gebührenpflichtig.

Der Gebührenrahmen reicht bei Vornamensänderungen von 2,50 bis 255,00 € und bei Familiennamensänderungen von 2,50 bis 1022,00 €.

Die Höhe der jeweiligen Gebühr richtet sich nach dem Verwaltungsaufwand und der Bedeutung, dem wirtschaftlichen Wert oder dem sonstigen Nutzen der Namensänderung für den Antragsteller.

Rechtsgrundlage

Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen – Namensänderungsgesetz – vom 05.01.1938 (RGBl. I, S. 9) mit späteren Änderungen.

Erste Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen vom 07.01.1938 (RGBl. I, S. 12) mit späteren Änderungen.

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