Heilpraktiker/in - Erlaubnis

Allgemeine Informationen

Wenn Sie sich als Heilpraktiker/in zur Ausübung der Heilkunde niederlassen wollen, benötigen Sie eine Erlaubnis.

Heilpraktiker bzw. Heilpraktikerin ist, wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestellt zu sein, berufsmäßig ausübt. Die Ausübung der Heilkunde ist jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird.

Die Erlaubnis berechtigt Sie, die Berufsbezeichnung "Heilpraktiker" bzw. "Heilpraktikerin" zu führen.

An wen muss ich mich wenden?

Zuständig ist das Gesundheitsamt des Landkreises Northeim, Fachbereich 16 – Gesundheitsdienste, wenn Sie im Landkreis Northeim wohnen bzw. dort ihre heilpraktische Tätigkeit ausüben wollen.

Zu den Aufgaben des Fachbereichs Gesundheitsdienste gehört neben der Erlaubniserteilung auch die Überwachung der Tätigkeiten von Heilpraktikern insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung der Allgemein- und Infektionshygiene nach dem Infektionsschutzgesetz.

Was im Falle der Eröffnung, Übernahme, Verlegung oder Aufgabe einer Heilpraktikerpraxis zu beachten ist, findet sich unter dem Stichwort „Medizinalaufsicht“.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • kurzgefasster Lebenslauf (mit u.a. Namen, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Unterschrift)
  • Geburtsurkunde oder Auszug aus dem Familienbuch
  • Identitätsnachweis mit Lichtbild (Personalausweis, Reisepass)
  • amtliches Führungszeugnis (der Belegart „0“ – zur Vorlage bei einer Behörde nach § 30 Abs. 5 Bundeszentralregistergesetz), das nicht früher als einen Monat vor der Vor-lage ausgestellt worden sein darf
  • Erklärung darüber, ob gegen den Antragsteller oder die Antragstellerin ein gerichtli-ches Straf- oder ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren anhängig ist
  • ärztliche Bescheinigung, die nicht früher als einen Monat vor der Vorlage ausgestellt sein darf, wonach keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass dem Antragsteller oder der Antragstellerin wegen eines körperlichen Leidens oder wegen Schwäche der geis-tigen oder körperlichen Kräfte oder wegen einer Sucht, die für die Ausübung des Be-rufs als Heilpraktikerin oder Heilpraktiker erforderliche Eignung fehlt (Gesundheits-zeugnis, erhältlich bei jedem niedergelassenen Arzt)
  • Erklärung, ob und gegebenenfalls bei welcher Behörde zuvor bereits eine Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz beantragt wurde
  • Nachweis darüber, dass der Antragsteller oder die Antragstellerin mindestens die Hauptschule abgeschlossen hat

Zur Erleichterung des Antragsverfahrens können Sie das untenstehende Formular verwenden, welches bereits den formlosen Antrag sowie einige der obengenannten, für die Bearbeitung benötigte Unterlagen/Angaben umfasst.

Welche Gebühren fallen an?

Die Höhe der Gebühren richtet sich nach der aktuellen Gebührenordnung. Die Gebühren be-wegen sich in einem Rahmen von 200,00 bis 800,00 Euro. Die Aufwendungen für den in die Kenntnisüberprüfung involvierten Gutachterausschuss werden neben der Gebühr als Auslagen erhoben.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Kenntnisüberprüfung findet an festgelegten Prüfungsterminen statt. Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig bei Ihrer zuständigen Stelle über den jeweiligen Antragsschluss für die Anmeldung und darüber welche der obengenannten Antragsunterlagen im Original bzw. als beglaubigte Fotokopien vorgelegt werden müssen.

Die Erlaubnis wird nicht vor Vollendung des 25. Lebensjahres erteilt. Die Kenntnisüberprüfung kann frühestens drei Monate vor Erreichen der Mindestaltersgrenze abgelegt werden.

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