Leistungen für Bildung und Teilhabe bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Allgemeine Informationen

Bedürftige Kinder und Jugendliche haben einen Rechtsanspruch aufs Mitmachen - bei Tagesausflügen und dem Mittagessen in Kita, Hort und Schule, bei Musik, Sport und Spiel in Vereinen und Gruppen. Das Bildungs- und Teilhabepaket fördert und unterstützt gezielt Kinder und Jugendliche, deren Eltern bestimmte Sozialleistungen beziehen oder ein geringes Einkommen haben, und eröffnet ihnen so bessere Lebens- und Entwicklungschancen.

Berechtigt sind Kinder und Jugendliche aus Familien, die

  • Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld nach dem Sozialgesetzbuch - Zweites Buch (SGB II),
  • Sozialhilfe nach dem Sozialgesetzbuch - Zwölftes Buch (SGB XII),
  • Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz (BKGG) oder
  • Wohngeld oder
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

beziehen.

Das Bildungspaket gilt für Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre. Ausnahme sind die Leistungen zum Mitmachen in Kultur, Sport und Freizeit - hier liegt die Altersobergrenze bei 18 Jahren.

Schülerinnen und Schüler, die eine Ausbildungsvergütung erhalten, sind von den BUT-Leistungen ausgeschlossen.

Das Bildungspaket enthält für jedes Kind folgende Leistungen:

1. Mittagessen in Kita und Schule:

Die Kosten für die gemeinschaftliche Mittagsverpflegung in der Schule und in der Kindertageseinrichtung/Kindertagespflege werden übernommen.

2. Kultur, Sport, Freizeitaktivitäten:

Mit einem Nachweis, dass Ihr Kind Mitglied in einem Verein ist oder an Kursen teilnimmt, kann ein monatlicher Betrag in Höhe von 15 Euro pro Kind bezuschusst werden.
Das monatliche Budget kann auch auf unterschiedliche Angebote aufgeteilt oder für die Teilnahme an (teureren) Freizeitaktivitäten angespart werden.

3. Schulausflüge und mehrtägige Klassenfahrten sowie Ausflüge in Kindertageseinrichtungen:

Die tatsächlich entstehenden Kosten, wie z.B. Verpflegung, Übernachtung und Eintritt, für gemeinschaftliche eintägige Ausflüge und mehrtägige Klassen- und KiTa-Fahrten werden komplett übernommen.

Nicht übernommen wird das Taschengeld.

4. Lernförderung:

Lernförderung erhalten Schülerinnen und Schüler, soweit diese schulischen Angebote ergänzt, geeignet und zusätzlich erforderlich ist, um wesentliche Lernziele zu erreichen. Benötigt wird eine Bestätigung über die Notwendigkeit einer Lernförderung. Diese wird in der Regel vom jeweiligen Klassenlehrer ausgefüllt.

Die fachliche Eignung der Nachhilfelehrkräfte wird anhand von Qualifikationsnachweisen sichergestellt. Außerdem legen alle Nachhilfelehrerinnen und -lehrer ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis vor. Eine Liste geeigneter Lernförderanbieter finden Sie hier.

Merkblatt: So funktioniert die Lernförderung

Antrag auf Lernförderung beim Jobcenter

Bestätigung der Schule über Notwendigkeit von Lernförderung

Bestätigung der Berufsbildenden Schule über Notwendigkeit von Lernförderung

Nachweis der fachlichen Eignung für die Registrierung als Leistungsanbieterin bzw. Leistungsanbieter von Lernförderung

Fragebogen zur Bewertung der Lernförderung 
für Eltern und Erziehungsberechtigte im Rahmen der Leistungen für Bildung und Teilhabe

Abrechnung der Lernförderung 
für Leistungsanbieterinnen bzw. Leistungsanbieter von Lernförderung

5. Schulbedarf:

Schülerinnen und Schüler erhalten für die Schulausstattung (z.B. für Schulranzen, Sportzeug und Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien) jeweils:

  • für das 1. Schulhalbjahr zum 1. August 100 Euro
  • für das 2. Schulhalbjahr zum 1. Februar 50 Euro

6. Schulbeförderung:

Die Kosten für die Schülerbeförderungnach der 10. Klasse zur nächstgelegenen Schule werden übernommen. Voraussetzung ist, dass die Beförderung zur nächsten Schule notwendig ist und die Kosten nicht von einer anderen Stelle übernommen werden.

 

Wer das Logo sieht, findet Texte in leichter Sprache. © “© European Easy-to-Read Logo: Inclusion Europe. More information at https://www.inclusion-europe.eu/easy-to-read/”

Das Bundes-Teilhabe-Gesetz in leichter Sprache gibt es hier.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit richtet sich nach dem jeweiligen Träger, sie liegt:

  • bei einer Hilfebedürftigkeit nach SGB II beim Jobcenter Northeim
  • bei einer Hilfebedürftigkeit nach SGB XII beim Landkreis Northeim
  • bei Erhalt eines Kinderzuschlag oder von Wohngeld beim Landkreis Northeim
  • bei Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beim Landkreis Northeim
Was sollte ich noch wissen?

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