Urnenumbettungen

Allgemeine Informationen

Nach § 15 des Niedersächsischen Bestattungsgesetzes (BestattG) dürfen die Aschen Verstorbener vor Ablauf der Mindestruhezeit nur mit Genehmigung der unteren Gesundheitsbehörde umgebettet werden.

Ziel der Regelung ist es, einen Eingriff in die Totenruhe auf wenige Ausnahmen zu beschränken. Um dem Schutz der Totenruhe Rechnung zu tragen, hat die Behörde vor einer Ausgrabung/ Umbettung daher eingehend zu prüfen, ob die damit zwangsläufig verbundene Störung der Totenruhe gerechtfertigt ist.

Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Ein wichtiger Grund kann z. B. der Wunsch der verstorbenen Person oder einer hinterbliebenen Person sein, dass nahe Angehörige im Rahmen einer „Familienzusammenführung“ gemeinsam in einer Grabstätte oder in räumlicher Nähe beigesetzt werden.

Die häufig von Grabnutzungsberechtigen vorgetragenen finanziellen oder aufwandsbedingten Argumente, wie z. B. Einsparung von Grabpflegekosten bzw. fehlende Nachfolger für das Nutzungsrecht/ die Grabpflege, stellen allein keine hinreichend wichtigen Gründe im Sinne des § 15 BestattG dar.

In einem Antrag auf Urnenumbettung gemäß § 15 BestattG sind die für das Umbettungsvorhaben bestehenden Gründe detailliert darzulegen und des Weiteren folgende Angaben zu machen:

  • Vor- und Zuname, Geburts- und Sterbedatum des/ der Verstorbenen
  • genaue Grabbezeichnung des jetzigen Urnengrabes (Angabe des Friedhofs, des Grabfeldes und der Grabnummer, zu erfahren bei der derzeit zuständigen Friedhofsverwaltung) und der künftigen Ruhestätte (zu erfahren bei der künftig zuständigen Friedhofsverwaltung)


In der Regel bedürfen nach BestattG zugelassene Umbettungen der Zustimmung der (derzeitigen) Friedhofsverwaltung. In diesem Zusammenhang wäre es wünschenswert, wenn diese vor Antragstellung eingeholt und dem Antrag als Anlage beigefügt wird.

Eine Bescheinigung über die Bereitschaft zur Aufnahme der Urne der (künftigen) Friedhofsverwaltung ist erforderlich und dem Antrag ebenfalls als Anlage beizufügen.

Sollte es neben dem Antragsteller/ der Antragstellerin noch weitere Angehörige des/ der Verstorbenen geben, die dem Umbettungsvorhaben zustimmen müssten, so ist deren schriftliche Einverständniserklärung dazu ebenfalls vorzulegen.

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