Heime und Tagespflege gesendet am 21.04.2020

Newsletter der Gesundheitsdienste 01/2020

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

die Corona-Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen. Insbesondere ältere und vorerkrankte Menschen gehören zur Risikogruppe. In unserem Newsletter finden Sie wichtige Tipps und Hinweise für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen sowie Besucherinnen und Besucher der Tagepflege.

Bleiben Sie gesund.
Ihre Gesundheitsdienste des Landkreises Northeim

 

So können Sie die soziale Isolation der Bewohnerinnen und Bewohner so positiv wie möglich gestalten:  

Durch Videotelefonie über Whats-App oder Bild-Ton-Gespräche wie Skype, können die Bewohnerinnen und Bewohner Kontakt zu ihren Angehörigen halten und fühlen sich ihnen näher als durch bloßes Telefonieren. Während Kinder und Enkel diese Techniken wie selbstverständlich nutzen, haben viele der älteren Menschen nicht einmal ein entsprechendes Endgerät. Hier könnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behilflich sein, das Gespräch begleiten und so den Kontakt zu den Familien herstellen.

In Zeiten wie diesen werden auch scheinbar altmodische Dinge wie Briefe wieder modern. Sie können die Angehörigen bitten, Briefe zu schreiben, Bilder zu malen oder Fotos zu schicken.

 
Hygiene in Alten- und Pflegeheimen

Zur Hygiene in Alten- und Pflegeheimen gibt es ausführliche Informationen auf der Seite des Robert-Koch-Institutes, die ständig aktualisiert werden. Den Link finden Sie am Ende dieses Newsletters.

Informationen erhalten Sie auch über die Hotline des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes in Hannover unter 0511/4505555. Die Bürozeiten haben sich während der Corona-Pandemie verlängert, so dass Sie dort Montag - Freitag von 9 - 18 Uhr jemanden erreichen können.

Die Heimaufsicht des Landkreises Northeim leitet die aktuellen Informationen und Hygienevorgaben des Landes Niedersachsen stets zeitnah an alle Heime weiter. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Rat bei externen Hygienebeauftragten einzuholen. Bei bestimmen Fragen können Sie auch Kontakt mit den Gesundheitsdiensten beim Landkreis Northeim aufnehmen.
 
Vorbereitung auf den Notfall/Erarbeitung von Notfallplänen

Was passiert, wenn ein Großteil des eigenen Personals nicht arbeiten kann? Um sich auf einen solchen Notfall vorzubereiten, könnten ehemalige Bedienstete oder Pflegekräfte im Erziehungsurlaub gefragt werden.

Sie können auch eine Anfrage an den Medizinischen Dienst der Krankenkassen und den Prüfdienst des Verbandes der privaten Krankenkassen richten, ob für eine Notfallbesetzung pflegerisches Personal abgestellt werden kann. 

Was tun bei Erkältungssymptomen?

Die Grippewelle ist inzwischen abgeflaut und die Zahl der üblichen Erkältungskrankheiten lässt jahreszeitbedingt nach. Allerdings treten jetzt Heuschnupfen-Symptome durch den vermehrten Pollenflug auf. Wenn nun bei Bewohnern Erkältungssymptome auftreten, sollte gleich der betreuende Arzt/Ärztin benachrichtigt werden. Da die Bewohnerinnen und Bewohner aufgrund dihres Alters und oft vorhandener Vorerkrankungen im Falle einer COVID-19 Infektion ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben, ist bei Symptomen eine Abklärung auf das neue Coronavirus auch dann zu empfehlen, wenn unklar ist, ob die Person Kontakt mit Erkrankten hatte. Erkrankt erscheinende Bewohner sollen bis zur Abklärung im eigenen Zimmer bleiben und das Pflegepersonal im Kontakt Schutzkleidung tragen.


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