Heime und Tagespflege gesendet am 20.05.2020

Newsletter der Gesundheitsdienste 04/2020

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

die Corona-Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen. Insbesondere ältere und vorerkrankte Menschen gehören zur Risikogruppe. In unserem Newsletter finden Sie wichtige Tipps und Hinweise für die Bewohnerinnen und Bewohner von Heimen, ambulant betreuten Wohnformen sowie Besucherinnen und Besucher der Tagepflege.

Bleiben Sie gesund.
Ihre Gesundheitsdienste des Landkreises Northeim

 

Vorerst Beendigung des Heimarztmodells in den Einrichtungen 

Nach weiteren Lockerungen durch die Bundes- und nun auch die Landesregierung haben Herr Boldt als Vorsitzender des Ärztevereins und der Kreisstelle Northeim sowie Frau Dr. Pabst als Leiterin des Fachbereichs Gesundheitsdienste gemeinsam überlegt, das freiwillige „Heimarztmodell“, welches gut funktioniert hat und auch nur befristet angedacht war, vorerst zu beenden. 

Alle Beteiligten werden daher gebeten, sich untereinander einrichtungsbezogen abzustimmen, inwieweit bis auf weiteres zur ursprünglichen (Hausarzt)Versorgung zurückgekehrt wird.

In den letzten Wochen waren die Erkrankungszahlen niedrig, doch niemand kann zum derzeitigen Zeitpunkt absehen, mit welcher Geschwindigkeit sich die Pandemie weiterentwickeln wird. Möglicherweise wird im weiteren Verlauf - vielleicht im Herbst oder früher - die Notwendigkeit bestehen, das Heimarztmodell in dieser oder einer modifizierten Variante erneut zu nutzen.

Die Einrichtungen werden im Bedarfsfall entsprechend informiert. 

Ein Dank gilt allen Einrichtungen für die Teilnahme am Heimarztmodell und der damit verbundenen organisatorischen Leistung.

Medizinische und kosmetische Fußpflege in den Einrichtungen 

Gemäß § 2 a Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 8. Mai 2020 ist das Betreten von Heimen für ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen oder Menschen mit Behinderungen, von ambulant betreuten Wohngemeinschaften, von Formen des betreuten Wohnens und von ambulant betreuten Wohngemeinschaften zum Zweck der Intensivpflege, die nicht in den Geltungsbereich des Niedersächsischen Gesetzes über unterstützenden Wohnformen (NuWG) fallen, zu anderen Zwecken als zur Pflege und Heilung verboten. 

Mit Erlass des Niedersächsischen Sozialministeriums vom 14. Mai 2020 wird hierzu auf Folgendes hingewiesen: 

  1. Die Ausübung der medizinischen Fußpflege ist eine heilkundliche Tätigkeit. Auf der Grundlage einer ärztlichen Verordnung darf sie von Podologinnen und Podologen bzw. medizinischen Fußpflegerinnen und Fußpflegern ausgeführt werden. Diese sind daher bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung vom o.g. Betretungsverbot nicht erfasst.
  2. Erbringen Podologinnen und Podologen bzw. medizinische Fußpflegerinnen und Fußpfleger nichtmedizinische (= kosmetische Fußpflege) im Vorfeld der medizinischen Fußpflege, ist diese Tätigkeit von dem Begriff der Pflege in der Verordnung erfasst, da sie der Notwendigkeit medizinischer Fußpflege vorbeugt. Diese beiden Berufsgruppen sind daher auch dann nicht vom o.g. Betretungsverbot erfasst, wenn sie nichtmedizinische Fußpflege zur Vermeidung der Notwendigkeit einer medizinischen Fußpflege bei Bewohnerinnen und Bewohnern erbringen.
  3. Stehen in Einzelfällen nicht ausreichend Podologinnen und Podologen bzw. medizinische Fußpflegerinnen und Fußpfleger zur Erbringung der unter Nr. 2 genannten nichtmedizinischen Fußpflege zur Verfügung, sind auch Kosmetikerinnen und Kosmetiker oder andere Personen, die entsprechende Leistungen berufsmäßig erbringen, vom o.g. Betretungsverbot ausgenommen, soweit sie die Einrichtung zum Zweck der Erbringung der nichtmedizinischen Fußpflege, mit der der Notwendigkeit einer medizinischen Fußpflege vorgebeugt werden soll, betreten.

Es wird in diesem Zusammenhang auf § 7 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung verwiesen, wonach das Erbringen von Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann, erlaubt ist, wenn Hygienemaßnahmen getroffen werden, die geeignet sind, die Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 zu vermindern. Die in § 7 Abs. 1 Satz 3 ff. der Verordnung genannten Bestimmungen sind maßgebend. 

In allen drei Fällen sind die notwendigen Hygienemaßnahmen zu beachten! 

Sie finden die Verordnung auf der Internetseite des Landes Niedersachsen zum downloaden, einen Link finden Sie am Ende des Newsletters. 

Mobile Teams zur Unterstützung von Pflegeheimen bei COVID-19-Ausbrüchen eingerichtet – Kooperation mit Medizinischem Dienst der Krankenversicherung

Sie finden die Pressemitteilung vom 19.5.2020 auf der Internetseite des Landes Niedersachsen zum downloaden, einen Link finden Sie am Ende des Newsletters.



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