Migration und Integration gesendet am 06.02.2020

Newsletter des Landkreises Northeim zu Migration und Integration 03/2020

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
 
die Beschäftigten des Landkreises Northeim erhalten täglich zahlreiche Informationen zu den Themen Migration und Integration aus unserer Region und darüber hinaus. Wir möchten diese wichtigen Hinweise mit unserem Newsletter an Sie als engagierte und interessierte Menschen weitergeben.


Ihre Kreisverwaltung


UNSERE THEMEN IM ÜBERBLICK


Veranstaltungen in der Region
Veranstaltungen überregional
Bildung und Sprache
Gesundheit und Familie

Ausbildung und Arbeit
Wohnen und Aufenthalt


 

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⇨ VERANSTALTUNGEN IN DER REGION

Podiumsdiskussion zu Populismus am 10. Februar in Northeim

Die Friedrich Ebert Stiftung lädt am 10.02.2020 zu einer Podiumsdiskussion ein, die unter dem Titel „Demokratie – nur eine Floskel? Wie Rechte Staat und Gesellschaft herausfordern“ steht. Inwiefern gefährden rechte Populist_innen unsere Demokratie? Sind rechte Einstellungen bis in die Mitte der Gesellschaft durchgedrungen? Und: Wie können wir unsere Demokratie dagegen stärken?
Hierzu werden Frauke Heiligenstadt MdL, Andreas Kemper (Soziologe und Publizist), Dr. Katharina Trittel (Göttinger Institut für Demokratieforschung) und das Bündnis Einbeck ist bunt diskutieren.

Mehr Informationen:

https://www.fes.de/veranstaltung/veranstaltung/detail/245069?cHash=2715602cd169a8cd3ec6293983825cd1

 

Podiumsdiskussion zu Migrationspolitik am 14. Februar in Göttingen

Die Universität Göttingen veranstaltet am 14.02.2020 eine Podiumsdiskussion zu dem Thema „Migrationspolitik in der Krise: Was können Städte bewegen?“. Auf dem Podium diskutiert Gesine Schwan (Humboldt-Viadrina Governance Platform, Berlin), mit Mike Schubert (Oberbürgermeister von Potsdam und bundesweiter Koordinator „Städte Sicherer Häfen“), Marion Bayer (Solidarity City Hanau) und Mehmet Tugcu (Stadtratsfraktion Bündnis 90/ Grüne Göttingen) unter der Moderation von Sabine Hess (Centre for Global Migration Studies, Universität Göttingen), welche Rolle Städte und Kommunen in der Migrationspolitik einnehmen sollten. Welche Ansätze und Politikempfehlungen gibt es? Welchen Handlungsspielraum haben Stadtregierungen und -verwaltungen? Was können Graswurzelinitiativen wie Solidarity City für eine offene Stadtgesellschaft bewegen?

Mehr Informationen:

http://epiz-goettingen.de/blickpunkt-eine-welt.html

 

Vortrag zum Berufseinstieg Geflüchteter am 19. Februar in Göttingen

Die Beschäftigungsförderung Göttingen lädt am 19.02.2020 zu einem Vortrag in Göttingen ein, der den Berufseinstieg für geflüchtete Menschen in Deutschland in den Blick nimmt. Franz Adam vom Projekt „Willkommen im Beruf“ des Bildungszentrums für Zugewanderte berichtet aus der Beratungs- und Vermittlungspraxis und gibt einen einführenden Überblick über Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt, die Berufsorientierung und Bewerbung bei Arbeitgeber*innen, die Erprobung von Arbeitsverhältnissen sowie die Hürden des Berufseinstiegs und bestehende Unterstützungsmöglichkeiten.

Mehr Informationen:

https://www.bfgoe.de/angebote/bildungszentrum-fuer-zugewanderte/weiterbildung-integrationsarbeit/veranstaltungen/detail/event/berufseinstieg-fuer-gefluechtete-wege-und-hindernisse/

 

Theaterstück „Der Titel ist frei übersetzbar“ ab dem 21. Februar in Göttingen

Das Boat People Projekt hat ein neues Stück in seinem Repertoire. In dem Theaterstück von Meriam Bousselmi geht es um „Artivist“ Monsieur C. und seine Frau, die sich für die Förderung der Vielfalt und des interkulturellen Dialogs engagieren. In ihrer Arbeit werden sie oft mit Vorurteilen, Missverständnissen und Frustrationen konfrontiert, die mit der Sprachbarriere zusammenhängen. So hat Monsieur C. eine Reihe von Experimenten mit Informatikern initiiert, um ein mehrsprachiges Gerät zu erfinden, das es jedem ermöglicht, in seiner Muttersprache zu sprechen und von seinem Gesprächspartner verstanden zu werden. Um seine Forschungen zu vertiefen, beschließt Monsieur C., einen privaten Kongress für die Unverstandenen zu organisieren. Die Premiere findet am 21.02.2020 um 20 Uhr im Werkraum in Göttingen statt.

Mehr Informationen:

https://www.boatpeopleprojekt.de/produktionen/stuecke-aktuell/der-titel-ist-frei-uebersetzbar/

 

Jubiläumsfest des Runden Tisches Hardegsen am 23. Februar

Der Runde Tisch Hardegsen feiert am 23.02.2020 um 12 Uhr im Muthaus auf der Burg Hardegsen sein fünfjähriges Bestehen. Neben Kinderschminken wird auch eine Aktion des internationalen Schulbauernhofs zum Thema Nachhaltigkeit angeboten. Während der Veranstaltung wird es eine musikalische Begleitung geben. Wie in den vergangenen Jahren, möchte der Runde Tisch Hardegsen auch in diesem Jahr ein Mit-bring-Büfett anbieten.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer am Ende des Newsletters.

 

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⇨ VERANSTALTUNGEN ÜBERREGIONAL

Lesung am 20. Februar in Hannover

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen lädt am 20.02.2020 zu einer Lesung des Autorenkollektivs „Jugendliche ohne Grenzen“ in Hannover ein. Vorgelesen wird aus dem kollektiv entstandenen Buch „Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation – Erfahrungen junger Geflüchteter“
In diesem Band blicken Jugendliche des Autor*innenkollektiv auf die Jugendhilfe, auf alles, was oft nur scheinbar helfend für geflüchtete Kinder und Jugendliche zur Verfügung steht. Sie beschreiben wie sie das Aufnahmeland Deutschland empfinden und ihre Situation darin. Das Kollektiv berichtet über seinen Alltag, der geprägt ist von erschwerten Bedingungen wie Rassismus und struktureller Diskriminierung einerseits und den alltäglichen Anforderungen des Erwachsenwerdens andererseits. Nicht zuletzt zeigen die Autor*innen wie sie in selbstorganisierten Gruppen und Räumen Selbstwirksamkeit, Solidarität und Empowerment-Prozesse erleben.

Weitere Informationen:

https://www.nds-fluerat.org/veranstaltungen/lesung-mit-jugendliche-ohne-grenzen/

 

Integrations-Poetry Slam am 28. Februar in Hameln

Das Bündnis "Niedersachsen packt an" veranstaltet gemeinsam mit dem Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser und in Kooperation mit dem Integrationsmanagement der Stadt Hameln am 28.02.2020 einen Poetry-Slam Abend im Kultur- und Kommunikationszentrum Sumpfblume in Hameln. Der Abend steht unter dem Thema „Gemeinsam stark sein!“ und behandelt deshalb in erster Linie den Bereich Integration und Ehrenamt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mehr Informationen:

https://www.niedersachsen-packt-an.de/startseite/veranstaltungen/was_wann_wo_aktuelle_veranstaltungen/

 

Schulung zu gendersensiblen Verhalten ab März in Hannover

Das Netzwerk G mit Niedersachsen bietet zwischen März und Juni 2020 verschiedene Fortbildungsmodule zum Thema „Gender- und vielfaltssensibles Verhalten in der sozialen Arbeit“ in Hannover an. In der Fortbildung werden die Teilnehmer*innen eingeladen, sich intensiv und selbstreflexiv mit den Themen Gender, Migration und Diversität zu beschäftigen und eine größere Handlungssicherheit in diesem Themenfeld zu erwerben. Es geht dabei um den Erwerb von Gender- und Diversitykompetenz für das Berufs- und Privatleben sowie um die Entwicklung einer machtkritischen, diskriminierungssensiblen Perspektive. Der Fokus wird insbesondere auf der Reflexion der eigenen Haltung sowie geschlechts- und kulturspezifischen Vorstellungen liegen. Zudem bekommen die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, diversitätsbewusste Handlungsmöglichkeiten zu erforschen und auf methodisch vielfältige Weise transkulturelle Kompetenzen zu entwickeln. Eine Anmeldung ist mit der Gebühr von 540 € verbunden.

Mehr Informationen:

http://www.g-mit-niedersachsen.de/schulung-2020-gender-und-vielfaltssensibles-handeln-in-der-sozialen-arbeit/

 

Workshop zu Geschlechtergleichstellung in der Migrationsarbeit am 5. März in Hannover

Ein weiteres Angebot des Netzwerks G mit Niedersachsen richtet sich an Fachkräfte und Multiplikator*innen der Arbeitsfelder Migration/Flucht, Teilhabe und Gleichstellung. Am 05.03.2020 findet in Hannover der Workshop zu Geschlechtergleichstellung in der Migrationsarbeit statt. Der Workshop bietet ein Forum zur Reflexion und Diskussion von Haltungs- und Handlungsfragen gender- und vielfaltssensibler Arbeit in Zeiten zunehmender Polarisierungen in Medien, Öffentlichkeit und auch Politik.

Mehr Informationen:

http://www.g-mit-niedersachsen.de/workshop-maerz-2019-geschlechtergleichstellung-in-der-migrationsarbeit/

 

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 ⇨ BILDUNG UND SPRACHE

Sachbuch zu beruflicher Integration durch Sprache

Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat ein Sachbuch unter dem Titel „Berufliche Integration durch Sprache. Berichte zur beruflichen Bildung“ herausgebracht, das aber auch zum kostenlosen Download verfügbar ist. Inhaltlich beschäftigt sich der Band mit den sprachlich-kommunikativen Anforderungen am Arbeitsplatz im Kontext der Integration zugewanderter (Fach-)Arbeitskräfte in den deutschen Arbeitsmarkt und den daraus resultierenden Konsequenzen für Schule und Ausbildung. Der hohen Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften stehen oftmals die komplexen fach- und berufssprachlichen Anforderungen an potenzielle Bewerber/-innen gegenüber. Der Band zeigt den Bedarf an sprachsensiblem (Fach-)Unterricht und an Sprachvermittlung in den Ausbildungsbetrieben und in weiteren berufssprachlichen Ausbildungsangeboten auf. Anhand von Beispielen wird erläutert, wie unter anderem zielgruppensensible Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte, Ausbilder/-innen und Ehrenamtliche entwickelt und Lerninhalte adäquat mediendidaktisch und sprachpädagogisch aufbereitet werden.

Mehr Informationen:

https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/show/10821

 

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⇨ Gesundheit und Familie

Interview zur Lage auf Lesbos

Im Interview mit dem Mediendienst schildert die Migrationswissenschaftlerin Valeria Hänsel die katastrophalen Zustände, unter denen Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos ausharren müssen. Neben der täglichen Gewalt und der Überfüllung leiden die Menschen besonders unter einer schlechten gesundheitlichen Versorgung. Das Interview veranschaulicht deutlich, wie geflüchtete Menschen unter der Überforderung lokaler Behörden zu leiden haben.

Mehr Informationen:

https://mediendienst-integration.de/artikel/die-lage-ist-katastrophal.html

 

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⇨ Ausbildung und Arbeit

Arbeitshilfe zu Sozialen Rechten von Geflüchteten

Der Paritätische Gesamtverband hat eine aktualisierte Fassung seiner Arbeitshilfe zu den sozialen Rechten von Flüchtlingen veröffentlicht. Die Neuauflage der Arbeitshilfe berücksichtigt die umfangreichen Änderungen, die sich im Jahr 2019 durch das sogenannte Migrationspaket ergeben haben. Dabei sind im Bereich des Asylbewerberleistungsgesetzes Verschärfungen vorgenommen worden, während im Bereich der Arbeitsmarktförderinstrumente auch einige punktuelle Verbesserungen eingetreten sind. Insgesamt hat sich die Ausgestaltung der sozialen Rechte schutzsuchender und schutzberechtigter Personen weiter verkompliziert.

Mehr Informationen:

http://www.der-paritaetische.de/publikation/arbeitshilfe-zum-thema-flucht-und-migration-soziale-rechte-fuer-fluechtlinge-3-aktualisierte-auflag/

 

Factsheet der BA zur Situation Geflüchteter

Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Niedersachsen-Bremen hat im Januar ein Factsheet zur Situation Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt in Niedersachsen veröffentlicht. Wie schon in den Monaten zuvor kommt die Regionaldirektion zu dem Schluss, dass bei der Arbeitsmarktintegration Geflüchteter deutliche Fortschritte erzielt wurden, nach wie vor aber nicht ausreichende Sprachkenntnisse und fehlende (anerkannte) Berufsabschlüsse die größten Hürden darstellen. Trotzdem nimmt die Beschäftigungsquote von Menschen aus den Hauptherkunftsländern von Asylsuchenden weiterhin zu.

Der Factsheet steht am Ende des Newsletters zum Download bereit.

 

Studie zu beruflicher Bildung Neuzugewanderter

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat einen Policy Brief publiziert, der die Frage stellt: Zugang per Zufallsprinzip? Neuzugewanderte auf dem Weg in die berufliche Bildung. Der Policy Brief schlüsselt auf, welche Rolle einzelne Faktoren wie etwa Alter, Aufenthaltsstatus, Kenntnis des deutschen Ausbildungssystems und die Ermessensspielräume der jeweiligen Behörden spielen. Die Untersuchung konzentriert sich auf zwei Städte, Chemnitz und München. Sie ist Teil einer europäischen Vergleichsstudie, die die Bedingungen einer erfolgreichen Bildungsintegration und insbesondere die Ermessensspielräume lokaler Akteure in den Ländern Deutschland, Österreich, Slowenien und Spanien unter die Lupe nimmt.  

Mehr Informationen:

https://www.svr-migration.de/publikationen/Zugang-Berufsbildung/

 

Fake-Webseite zur Berufsanerkennung im Umlauf

Das Bundesinstitut für Berufsbildung warnt davor, dass momentan eine Fake-Webseite abrufbar ist, mit der vorgegeben wird, die Berufsanerkennung online und kostenpflichtig zu beantragen. Die Seite https://zav.make-it-in-germany.org/ ist im Design den Regierungsseiten ähnlich und verwendet die korrekten Begriffe, Akteure und Logos im Anerkennungsbereich. Augenfällig ist, dass viele wichtige Inhalte von der Agentur für Arbeit kopiert oder auf solche verwiesen werden und man bei dieser Seite schon eine wenigstens grundlegende Fachkenntnis benötigt. Auch das "Verfahren" zur Anerkennung und die dabei gestellten Abfragen sind nicht unzutreffend. Dabei wird eine „Bearbeitungsgebühr“ von 130 Euro bei (natürlich) Vorabzahlung verlangt. Es wird davor gewarnt, diese Seite in Anspruch zu nehmen!

 

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⇨ Wohnen und Aufenthalt

Studie zu Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

Nach einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat in Deutschland jede dritte Person mit Migrationshintergrund bei der Suche nach Wohnraum Diskriminierung erfahren. In der Studie zeigt sich, dass die Vorbehalte gegenüber Einwander*innen zunehmen, je näher die Situation in die Privatsphäre hineinreicht. So hätten 29 Prozent der Befragten sehr große oder große Bedenken, wenn in die Nachbarwohnung oder das Nachbarhaus eine Person einziehen würde, die nach Deutschland eingewandert ist. Die Vorstellung, eine Wohnung, die der befragten Person selbst gehört, an eine eingewanderte Person zu vermieten, sorgt bei 41 Prozent der Befragten für Bedenken.

Mehr Informationen:

https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/20200129_Diskriminierung_Wohnungsmarkt.html

 

Bericht zur Entwicklung des deutschen Asylverfahrens

Das Zentrum für Globale Migrationsstudien der Universität Göttingen hat in einem Bericht zur Entwicklung des deutschen Asylverfahrens innerhalb der vergangenen fünf Jahre festgestellt, dass seit 2015 einige Verschärfungen eingeführt wurden. Die Migrationsforscherinnen Sabine Hess, Valeria Hänsel und Svenja Schurade haben untersucht, wie sich das deutsche Asylsystem in den vergangenen Jahren entwickelt hat und welche Auswirkungen die Änderungen auf das Leben von Schutzsuchenden haben. Die Autorinnen betonen, dass die sogenannte Flüchtlingskrise 2015/16 eine Zäsur war. Seitdem seien immer mehr Schutzmechanismen abgebaut worden. Dass Flüchtlinge in Sammelunterkünften wie den Anker-Zentren untergebracht werden, verringere die Chancen auf ein faires Asylverfahren.

Mehr Informationen:

http://www.uni-goettingen.de/de/619137.html

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Informationsbeitrag Nr. 1

Marke1

Einladung Hardegsen  (1 MB)
Einladung Hardegsen


Informationsbeitrag Nr. 2

Marke2

Factsheet Flucht  (457 kB)
Factsheet Flucht


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