Migration und Integration gesendet am 12.06.2020

Newsletter des Landkreises Northeim zu Migration und Integration 12/2020

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
 
die Beschäftigten des Landkreises Northeim erhalten täglich zahlreiche Informationen zu den Themen Migration und Integration aus unserer Region und darüber hinaus. Wir möchten diese wichtigen Hinweise mit unserem Newsletter an Sie als engagierte und interessierte Menschen weitergeben.


Ihre Kreisverwaltung

 

UNSERE THEMEN IM ÜBERBLICK



Corona Informationen

Veranstaltungen in der Region

Online-Veranstaltungen

Bildung und Sprache

Ausbildung und Arbeit

Wohnen und Aufenthalt

Ehrenamt und Projekte

Weitere Meldungen

 

 

⇨ Corona-Informationen

Mehrsprachige aktualisierte Corona-Informationen

Seit dem 8. Juni gelten in Niedersachsen neue Verhaltensregeln im Zuge der COVID-19-Pandemie. Die niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung hat diese Regeln zusammengestellt und zwecks einer allgemeinen Verbreitung in verschiedene Fremdsprachen übersetzt. Darunter finden sich die Sprachen Englisch, Französisch, Türkisch, Russisch, Polnisch, Griechisch, Spanisch, Arabisch und Farsi.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer am Ende des Newsletters.

 

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⇨ Veranstaltungen in der Region

Fortbildung für Multiplikator*innen am 9. Juli in Goslar

Das Jakobushaus in Goslar bietet am 9. und 10. Juli eine zweitägige Fortbildung für Multiplikator*innen in der Integrationsarbeit an. Die Fortbildung richtet sich an alle, die sich bereits haupt- oder ehrenamtlich in der Integrationsarbeit engagieren oder planen, mit eigenen Projekten die Integration vor Ort aktiv mitzugestalten. In diesem Seminar wird man die Möglichkeit bekommen, anhand von Beispielen aus der Praxis die Grundlagen der Multiplikator*innen-Tätigkeit kennenzulernen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Methoden der Biographiearbeit, die eine wichtige Rolle bei der Aufarbeitung von Migrations- und Fluchtgeschichten spielen. Eine Anmeldung ist bis zum 18. Juni möglich.

Mehr Informationen:

https://www.jakobushaus.de/wissen-weitergeben

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⇨ Online-Veranstaltungen

Workshops zum Arbeitsmarktzugang Geflüchteter ab 11. Juni

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen bietet im Rahmen der IvAF-Arbeitsmarktprojekte, in denen er in Niedersachsen mitarbeitet, eine Webinar-Reihe zum Themenbereich Arbeitsmarktzugang und Aufenthaltsperspektiven von Geflüchteten an. Die kostenlosen Webinare sollen grundlegende Informationen vermitteln und verlangen keine oder lediglich geringe Vorkenntnisse zur Thematik. Die Schulungen finden im Wochen-Rhythmus jeweils donnerstags ab 17 Uhr statt und beginnen am 11. Juni mit dem Titel „Asylverfahren“. Am 18. Juni geht es anschließend um den Arbeitsmarktzugang und Mitwirkungspflichten, am 25. Juni um die Bleibeperspektiven für Geduldete und abschließend am 2. Juli um die Besonderheiten bei der Einstellung von Geflüchteten (für Unternehmen).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer am Ende des Newsletters.


Online-Podiumsdiskussion zum europäischen Asylsystem am 16. Juni

Am 16. Juni lädt die Refugee Law Clinic in Göttingen dazu ein, online an der Podiumsdiskussion „Reform des europäischen Asylsystems – zum Scheitern verdammt?“ teilzuhaben. Unter der Moderation des Migrationsforschers Marcus Engler werden Erik Marquardt (Mitglied des eur. Parlaments), Dana Schmalz (Rechtswissenschaftlerin) und Ralf Lesser (Referent des Bundesinnenministeriums) unter anderem folgende Fragen diskutieren: Wie sehen die aktuellen Pläne der Bundesregierung und der EU-Kommission zur Reform des europäischen Asylsystems aus? Welche alternativen Modelle zu den diesen Plänen werden noch diskutiert? Besteht die Chance, dass nach den Jahren der Stagnation dieser erneute Reformversuch tatsächlich zu einer Einigung führen wird und wie sieht überhaupt ein europäisches Asylsystem aus, das den europäischen Werten und der Verantwortung Europas in der Welt gerecht wird? Der Veranstaltung kann man folgen, indem man sich auf der Göttinger Webseite für das Webinar anmeldet oder dem Ganzen auf Youtube folgt.

Mehr Informationen:

https://rlc-goettingen.de/reform-des-europaeischen-asylsystems-zum-scheitern-verdammt/


Webinar zur intersektionalen Gestaltung von Bildungsangeboten am 16. Juni

Der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. lädt am 16. Juni zu einem Webinar ein, das sich mit dem Thema der intersektionalen Gestaltung von Bildungsangeboten beschäftigt. Während sich in den vergangenen Jahren der Fokus der Unterstützungsarbeit verstärkt auf geflüchtete Frauen gerichtet hat, wird in letzter Zeit die Frage präsenter, wie geschlechtersensibel und zugewandt mit geflüchteten Männern gearbeitet werden kann. Wie kann dabei ein offener und nachhaltiger Dialog über Männlichkeits-Thematiken mit geflüchteten Männern gestaltet werden? Das Webinar bietet einen ersten Einblick in das Themenfeld der gendersensiblen Männerarbeit und legt dabei einen besonderen Fokus auf die Lebenswirklichkeiten zugewanderter Männer.

Mehr Informationen:

https://www.vnb.de/eventdetail/14152/stayintersectional-intersektionale-gestaltung-von-bildungsangeboten-webinar/


E-Learning zur interkulturellen Kompetenz ab dem 19. Juni

Die Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg bietet ab dem 19. Juni mehrere Online-Module zur Erwerbung interkultureller Kompetenz an. Der vierwöchige Onlinekurs beinhaltet folgende Themen: Welche Möglichkeiten und Grenzen interkultureller Kommunikation gibt es? Inwiefern beeinflussen kulturelle Prägungen sowie verbale und non-verbale Kommunikationsmuster unsere Wahrnehmung und unser Verhalten? Wie entstehen Stereotypisierungen und Vorurteile und wie lassen sie sich abbauen? Ein Fazit ist gewiss: Interkulturelle Kompetenzen fördern gesellschaftliches Miteinander und persönliche Weiterentwicklung.

Mehr Informationen:

https://www.elearning-politik.de/fileadmin/elearning-politik/pdf/Interkultur/programm_ikk_juni_2020.pdf

 

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⇨ Bildung und Sprache

Broschüre zur Integration in der Schule

Das ElternMigrantenNetzwerk hat eine aktuelle Broschüre mit dem Titel „Unseren Kindern zuliebe…Mehr Integration in der Schule“ veröffentlicht. Mit dieser neuen Broschüre auf Deutsch und Arabisch informiert der Verein über die Bedeutung von Sexualkunde- und Schwimmunterricht, Klassenfahrten und Religionsunterricht für die Bildung der Kinder und für das Schulleben. Es gibt schulische Aktivitäten, die in einigen Migrant*innengruppen regelmäßig zu Diskussionen führen, wie z.B. Sexualkundeunterricht, Schwimmunterricht oder Klassenfahrten.  Viele Fragen gibt es auch zum Religionsunterricht. Insbesondere aufgrund der vermeintlichen Offenheit der westlichen Kultur fürchten viele Eltern, dass ihre Kinder die mitgebrachte kulturelle Identität verlieren könnten. Die Broschüre möchte über die Rechte und Pflichten von Eltern und Kindern aufklären und dazu beitragen, Ängste und Vorbehalte abzubauen.

Mehr Informationen:

https://www.men-nds.de/index.php/aktuelles/99-neue-broschuere



Broschüre für Demokratiebildung in der Kita

Der Bundesverband für Kindertagespflege bietet eine aktuelle Broschüre zum Thema Demokratie und Partizipation in der Kindertagespflege und für Fachberater*innen an. Kinder die schon früh die Erfahrung machen, dass ihre Meinung wertgeschätzt wird und dass sie bei wichtigen Themen mitentscheiden dürfen verinnerlichen diese demokratischen Werte und setzen diese im späteren Leben, auch bezogen auf das gesellschaftliche Zusammenleben, eher um. Das Projekt "Demokratie und Partizipation von Anfang an" des Bundesverbandes für Kindertagespflege hat sich dieser Thematik gewidmet, auch weil zwar im Kitabereich viel dazu publiziert wurde bzw. wird, aber der Bereich Kindertagespflege meist davon ausgenommen war bzw. wird. Die Broschüre beschreibt Inhalte, Durchführung und Ergebnisse des Projektes. Zusätzlich werden Beiträge aus der Wissenschaft und der weiteren Umsetzungspraxis publiziert.  

Mehr Informationen:

https://www.vielfalt-mediathek.de/dx/public/ida_2015/mediathek_ergebnisse.html

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⇨ Ausbildung und Arbeit

Stellenangebot für Migrationsberatung in Nienburg

Der AWO-Kreisverband Nienburg/Weser sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein*e Migrationsberater*in für die Beratung von Menschen mit Migrationshintergrund in Vollzeit. Als Anforderung gelten ein abgeschlossenes Bachelorstudium im sozialpädagogischen Bereich oder eine vergleichbare Ausbildung. Zu den beruflichen Aufgaben gehören die Beratung in aufenthalts- und sozialrechtlichen Fragen sowie die sozialpädagogische und psychosoziale Begleitung.

Mehr Informationen:

http://www.awo-nienburg.de/jobs/anzeigen.php?id=12757


Stellenausschreibung zum Eine Welt-Promotor*innenprogramm in Göttingen

Das Entwicklungspolitische Informationszentrum in Göttingen sucht ab 1.8.2020 und vorerst befristet bis zum 31.12.2020 ein*e Mitarbeiter*in zur Unterstützung der Eine Welt-Promotorin in Südniedersachsen (19,9 h, angelehnt an TV-L 11). Eine Verlängerung mit geringerem Stellenumfang wird angestrebt und ist abhängig von einer weiteren Bewilligung der Fördermittel. Zu den Tätigkeitsbereichen gehören die Vernetzung der vorhandenen Eine Welt-Akteur*innen in Südniedersachsen, die Unterstützung der lokalen Engagierten, bspw. bei der Abwicklung, Organisation und Umsetzung von Projekten; sowie die Ansprache neuer Zielgruppen und Kooperationspartner*innen. Bewerbungen können noch bis zum 21. Juni eingereicht werden.

Mehr Informationen:

https://www.epiz-goettingen.de/files/downloads/Download-Aktuell/Stellenausschreibung%20Eine%20Welt.pdf

 

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⇨ Wohnen und Aufenthalt

Arbeitshilfe zu den Auswirkungen von Corona auf Aufenthalt

Die Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V. bietet aktuelle Arbeitshilfen zum Thema Aufenthalt infolge der Corona-Krise. Denn durch die Corona-Pandemie sind nicht zuletzt Geflüchtete und andere Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit arbeitslos geworden oder mussten auf Kurzarbeit gehen. Nicht selten ist damit die eigenständige Lebensunterhaltsicherung nicht mehr möglich. Dies kann ggf. Auswirkungen auf das Aufenthaltsrecht haben. Aus dem Grund hat die GGUA im Rahmen ihrer Mitarbeit in der IQ-Fachstelle Einwanderung eine Arbeitshilfe sowie eine FAQ-Papier verfasst, dass sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Die Arbeitshilfe nennt sich „Auswirkungen von Corona auf den Aufenthalt von ausländischen Arbeitnehmer*innen, Auszubildenen und Studierenden“.

Mehr Informationen:

https://www.ggua.de/aktuelles/einzelansicht/063b469be011d5c47ee12658a8a15f01/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1033&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail

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⇨ Ehrenamt und Projekte

Stipendien für ehrenamtliche Initiativen

Der Verein „startsocial“ vergibt im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs für ehrenamtliches Engagement 100 Beratungsstipendien für soziale Initiativen. Mitmachen können alle, die soziale Probleme oder Herausforderungen mit Hilfe von Ehrenamtlichen anpacken. Die startsocial-Stipendiaten erwartet eine kostenlose viermonatige Beratung ihrer sozialen Initiative durch jeweils zwei erfahrene Fach- und Führungskräfte. Diese unterstützen die Stipendiaten bei der Verwirklichung oder Weiterentwicklung ihrer sozialen Organisationen, Projekte und Ideen. Darüber hinaus bietet das Stipendium zahlreiche spannende Veranstaltungen, Workshops und Pro-bono-Angebote. 25 herausragende Initiativen werden am Ende des Stipendiums auf einer feierlichen Preisverleihung in Berlin geehrt. Sieben von ihnen erwarten dort Geldpreise im Gesamtwert von 35.000 Euro, darunter ist auch ein Sonderpreis der Bundeskanzlerin.

Mehr Informationen:

https://startsocial.de/wettbewerb

 

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⇨ Weitere Meldungen

Artikel zu rassistischer Polizeigewalt in Deutschland

Seit dem gewaltsamen Tod von George Floyd demonstrieren zehntausende Menschen in den USA gegen Rassismus und Polizeigewalt. Der Mediendienst Integration hat bei Fachleuten nachgefragt: Was weiß man über Polizeigewalt in Deutschland? Und was kann dagegen getan werden? In dem Artikel werden Fragen zu Racial Profiling ebenso angesprochen mögliche Handlungsoptionen bei Vorkommnissen, die rassistisch motivierte Polizeigewalt erahnen lassen. Zudem wird in dem Artikel diskutiert, ob mehr Vielfalt in der Polizei automatisch zu einem Rückgang von Rassismus führen würde.

Mehr Informationen:

https://mediendienst-integration.de/artikel/was-tun-gegen-rassistische-polizeigewalt.html



ZEIT-Podcast zu Corona-Hotspot in Göttingen

Die Wochenzeitung „ZEIT“ diskutiert in einem aktuellen Podcast die Vorkommnisse in Göttingen, wonach sich viele Menschen mit Corona infiziert haben. Die Menschen hatten sich angeblich auf privaten Feiern mit dem Virus infiziert. Die Betroffenen wehren sich gegen diese Darstellung. Trotzdem ordnete die Stadt Tests für alle Bewohner*innen eines Hochhauses an, dem Iduna-Zentrum in Göttingen. In ihm leben überwiegend Migrantinnen und Migranten, insgesamt 600 bis 700 Menschen. Schulen und mehrere Kindertagesstätten in Göttingen wurden wieder geschlossen, auch Sportvereine müssen den Trainings- und Wettkampfbetrieb vorübergehend wieder aussetzen. Ein Reporter der ZEIT war vor Ort: Was heißt es für die Gesellschaft, wenn einzelne Personengruppen für Corona-Ausbrüche beschuldigt werden? Lässt sich daraus lernen, wenn nicht mehr "Ischgl" oder "der Karneval", sondern konkrete Gruppen verantwortlich gemacht werden? Der Podcast greift diese wichtigen Fragen auf. Ebenso lesenswert ist ein Artikel in der aktuellen Printausgabe der ZEIT mit dem Titel „18 Stockwerke Stigma“.

Mehr Informationen:

https://www.zeit.de/politik/2020-06/goettingen-corona-ausbruch-neuinfektionen-who-bill-gates-nachrichtenpodcast

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Informationsbeitrag Nr. 1

Marke1

Mehrsprachig: Verhaltensregeln bei Corona  (1 MB)
Mehrsprachig: Verhaltensregeln bei Corona


Informationsbeitrag Nr. 2

Marke2

IvAF-Workshopreihe  (2 MB)
IvAF-Workshopreihe


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