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Frauenhaus Northeim
Landrätin Astrid Klinkert-Kittel hat am 30. Juni 2021 den Auftrag des Kreisausschusses vom 28. Juni 2021 umgesetzt und dem Werk-statt-Schule e.V. den Zuschlag für den Betrieb eines Frauenhauses im Landkreis Northeim erteilt.
Ziel ist, für Frauen und ihre Kinder, die von geschlechtsspezifischer Gewalt, häuslicher Gewalt, sexualisierter, psychischer oder physischer Gewalt betroffen sind, Schutz vor weiteren Bedrohungen und Verfolgungen durch die Täter zu gewähren. Irrelevant hierbei sind: Alter, ethnische Herkunft und Nationalität, körperliche und geistige Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexuelle Orientierung sowie soziale Herkunft.
Solidarität und Parteilichkeit sowie Hilfe zur Selbsthilfe für die betroffenen Frauen und ihre Kinder bilden die Basis der Arbeit des Frauenhauses. Dieses Selbstverständnis dient dazu, die Rechte der betroffenen Frauen zu stärken und deren wirtschaftliche Unabhängigkeit zu fördern.
Neben der Krisenintervention erhalten die Frauen bei Bedarf auch psychologische Beratung, Begleitung und Unterstützung, um ihnen Wege aus den von Gewalt geprägten Lebensverhältnissen aufzuzeigen und sie ggf. bei einem beruflichen Wiedereinstieg zu unterstützen.
Neben dem unmittelbaren Schutz durch die Aufnahme in das Frauenhaus werden die Frauen auch für eine individuelle Nachbetreuungszeit nach ihrem Auszug beraten.
Die erste Aufnahme von Zuflucht suchenden Frauen und deren Kindern konnte unter Berücksichtigung noch laufender baulicher Maßnahmen zum 1. April 2022 erfolgen. Dies entspricht der vorgegebenen Zeitplanung und in der baulichen Umsetzung den räumlichen Anforderungen an die Immobilie, in der insbesondere Barrierefreiheit und die Möglichkeit der Aufnahme von Frauen mit über 12 Jahre alten Söhnen, zwingende Vorgabe sind.
Das Frauenhaus ist zu erreichen unter der Telefonnummer 05551 / 9191616 oder per E-Mail unter frauenhaus-northeim@werk-statt-schule.de.
