„Es ist äußerst bedauerlich, dass wir diesen drastischen Schritt gehen müssen“, so Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. „Aber die aktuelle finanzielle Situation lässt uns keine andere Wahl. Unsere Mitarbeiter*innen leisten hervorragende Arbeit, doch ohne ausreichende Mittel können wir diese wichtige Arbeit nicht in vollem Umfang fortführen.“
Trotz steigender Aufgabenlasten und des zunehmenden Einsatzes von Personal sind die finanziellen Mittel des Landes für die Veterinärämter nicht ausreichend. Landesweit ergibt sich laut NLT für das Jahr 2021 ein Defizit von rund 41 Millionen Euro, für den Landkreis Northeim sind es jährlich etwa 650.000 Euro. Dies führt zu erheblichen Defiziten, die den Landkreis Northeim zwingen, seine Arbeitsweise anzupassen. Zu den ausgesetzten Maßnahmen gehört unter anderem die Teilnahme an landesinternen Arbeitsgruppen und die Durchführung von Projekten im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems „EQUINO“. Die Teilnahme an nicht zwingend erforderlichen Dienstbesprechungen wird ebenfalls eingestellt.
Wichtige Aufgaben wie die Seuchenbekämpfung, die Lebensmittelkontrolle und der Tierschutz bleiben jedoch weiterhin uneingeschränkt gewährleistet. Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Northeim müssen keine Einschränkungen in der Abwehr von Gefahren für die Tiergesundheit und den Verbraucherschutz befürchten.
Der Landkreis Northeim fordert ebenso wie andere Landkreise in Niedersachsen das Land auf, die finanziellen Rahmenbedingungen für die Veterinärbehörden deutlich zu verbessern, um die wichtige Arbeit im Sinne des Tierwohls und des Verbraucherschutzes langfristig sicherzustellen.