Fehler 1: Zu wenig Lüften
Oft werden Innenräume nicht genug gelüftet – besonders wenn es draußen kalt ist. Lüften ist aber ganzjährig notwendig: Zum einen senkt es den CO2-Gehalt in der Luft, und zum anderen sorgt es für weniger Luftfeuchtigkeit. Zu wenig Lüften kann zu Feuchtigkeitsschäden und zu Schimmel an den Wänden führen. Luftfeuchtigkeit zu Hause entsteht durch Atmen, Schwitzen, Duschen, Kochen, Wäschetrocknen und Zimmerpflanzen.
Die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Das kann man leicht mit einem handelsüblichen Hygrometer (kostet ca. zehn Euro) messen. Zeigt dieses über längere Zeit mehr als 60 Prozent an, muss mehr gelüftet werden.
Fehler 2: Türen zu unbeheizten Räumen offen lassen
Meist soll der unbeheizte Raum nicht zu stark auskühlen. Aber mit warmer Luft wird auch Luftfeuchtigkeit übertragen, daher sollten die Türen zu unbeheizten Räumen stets geschlossen bleiben. Einzige Ausnahme ist die Zeit während des Querlüftens.
Fehler 3: Bei Regen, Nebel oder Schnee nicht lüften
Lüften sollte man auch an feuchten oder regnerischen Tagen. Die wärmere und damit meist noch feuchtere Wohnungsluft wird dabei durch die kältere und trockenere Außenluft ersetzt.
Fehler 4: Wäsche im Winter drinnen trocknen
Fachleute raten dazu, Wäsche nach Möglichkeit nicht in der Wohnung zu trocknen, sondern draußen. Im Winter braucht die Wäsche nur länger bis sie trocken ist. Das Wäschetrocknen in der Wohnung erhöhe immer das Risiko für Schimmel. Die entstandene Luftfeuchtigkeit muss dann durch längeres Lüften wieder nach draußen gebracht werden.
Fehler 5: Kipplüften
Kipplüften sollte im Winter vermieden werden, denn der Luftaustausch ist langsam und der Wärmeverlust hoch. Am besten ist im Winter Querlüften: Dabei werden die Fenster in gegenüberliegenden Zimmern weit geöffnet. So kann die Luft von einer Seite der Wohnung oder der Hausetage zur anderen Seite ziehen. Hierbei reichen meist wenige Minuten, je nach Zimmergröße. Querlüften ist noch wirksamer als Stoßlüften, also das Lüften einzelner Räume bei offenen Fenster.
Hier geht es zum Energiespartipp „Energiesparen beim Heizen“.