Ein Anlass, den Blick zu schärfen: Denn Demenz ist weit mehr als Vergesslichkeit. Die Erkrankung kann sich in ganz unterschiedlichen Facetten zeigen – durch Stimmungsschwankungen, Veränderungen im Verhalten oder durch Reaktionen, die für Außenstehende unerwartet wirken. Hinter all dem steht jedoch immer ein Mensch mit Erinnerungen, Persönlichkeit und dem Bedürfnis nach Würde.
Unterstützung im Landkreis Northeim
Anlässlich des Aktionstages soll auf die Beratungsangebote des Landkreises Northeim aufmerksam gemacht werden. Damit Betroffene und Angehörige nicht alleine vor den Herausforderungen stehen, gibt es vom Landkreis Northeim verschiedene Anlaufstellen:
Der Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen (SPN) informiert über Entlastungsangebote, Leistungen der Pflegekassen und unterstützt bei Antragsstellungen. Die Beratung ist kostenfrei und erfolgt persönlich, telefonisch oder online.
Ansprechpartnerin: Lara Birresborn, Telefon 05551/708-420, E-Mail: spn@landkreis-northeim.de
Das Netzwerk Pflege des Landkreises Northeim bietet mit vielen Akteuren aus der Pflege verschiedene Angebote wie Gesprächskreise, Vorträge und Veranstaltungen.
Ansprechpartnerin: Vanessa Hahmann-Meister, Telefon 05551/708-783, E-Mail: PflegeNet@landkreis-northeim.de
Zum Hintergrund:
Aktuell leben rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland mit einer Form der Demenz. Hinter dieser Zahl verbergen sich ebenso viele Familien, die die Veränderungen ihrer Angehörigen miterleben und im Alltag häufig an Grenzen stoßen. Denn die Herausforderungen betreffen nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihre An- und Zugehörigen. Zwischen Nähe und Distanz, Freude und Verzweiflung, Verständnis und Erschöpfung bewegt sich der Alltag vieler Familien, die mit Demenz leben.
Der Welt-Alzheimer-Tag soll deutlich machen, dass Menschen mit Demenz uns nicht nur im privaten Umfeld begegnen, sondern auch im öffentlichen Leben. Wer eine Frage mehrfach stellt oder scheinbar ungewöhnlich reagiert, löst bei Mitmenschen oft Unsicherheit aus. Wichtig ist deshalb ein verständnisvoller Umgang – mit Geduld, Freundlichkeit und Offenheit. So kann Teilhabe im Alltag erhalten bleiben. Wo Respekt und Rücksicht in der Gesellschaft verankert sind, entstehen Räume, in denen Menschen mit Demenz selbstverständlich dazugehören.