„Mit dem Integrationskonzept haben wir gemeinsam mit vielen Beteiligten einen Fahrplan für gelingende Integration im Landkreis erstellt. Jetzt geht es darum, diesen Plan mit Leben zu füllen. Die Förderrichtlinie schafft dafür den passenden Rahmen“, sagt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.
Gefördert werden Projekte, die eines der im Konzept beschriebenen Handlungsfelder aufgreifen – darunter zum Beispiel Maßnahmen zum Abbau von Sprachbarrieren, zur interkulturellen Öffnung von Verwaltung und Bildungseinrichtungen, zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts oder zur besseren Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund an Bildung und Arbeitsleben.
Beispiele für förderfähige Vorhaben sind:
- Workshops zur Antidiskriminierungsarbeit oder interkulturelle Begegnungsformate in Vereinen
- Elternabende in Schulen und Kitas mit Sprachmittlung – zum Beispiel zu Themen wie Schulalltag, Erziehung oder das deutsche Bildungssystem
- Infoveranstaltungen für Arbeitgebende oder in Betrieben zur interkulturellen Öffnung und zur Beschäftigung internationaler Fachkräfte
- Interkulturelle Begegnungstreffen, etwa gemeinsames Kochen, Feste, Erzählcafés oder Nachbarschaftsaktionen
- Projekte zur besseren rechtlichen Aufklärung, zum Beispiel im Arbeits- oder Mietrecht
Die Förderung erfolgt als Zuschuss und kann im Einzelfall bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben betragen – insbesondere dann, wenn keine Eigen- oder Drittmittel eingebracht werden können. Der Förderzeitraum kann bis zu 24 Monate betragen.
Hintergrund
Das im Jahr 2022 veröffentlichte Integrationskonzept wurde in einem breit angelegten Beteiligungsprozess entwickelt. Es definiert konkrete Ziele für die Felder Bildung, Arbeit, gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie Abbau von Barrieren. Weitere Informationen zum Konzept und zur Beteiligung sind unter folgendem Link verfügbar: www.landkreis-northeim.de/integrationskonzept
Antragsberechtigt sind im Landkreis Northeim tätige Einrichtungen, Träger, Vereine und Zusammenschlüsse. Einzelpersonen sind nicht antragsberechtigt. Anträge können ab sofort beim Fachbereich Migration und Integration des Landkreises Northeim eingereicht werden. Weitere Informationen sowie das Antragsformular sind auf Anfrage erhältlich
